Synagoge

Entstehung

Das griechische Wort „synagein“ übersetzt den hebräischen Ausdruck „eda“, der in etwa „die sich versammelnde Gemeinde“ bedeutet. Die Synagoge ist somit ein Haus der Versammlung, der Zusammenkunft und oft auch ein Lehrhaus einer jüdischen Gemeinde.
Sie ist immer nach Jerusalem ausgerichtet (in Europa in West-Ost-Richtung). Gottesdienste finden jeweils morgens, mittags und abends statt, wozu sich mindestens zehn religionsmündige Männer einfinden müssen. Die Synagoge hat keine Glocken, welche den Gottesdienst einläuten. In Zeiten der Ghettos lief der „Klopfer“, ein Synagogendiener, von Haus zu Haus, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen.
Der Gottesdienst läuft nach dem „Siddur“, dem Gebetbuch, ab. Dieses Buch besteht aus einer Sammlung von Toraabschnitten, Psalmen und Sprüchen. Der Vorleser bzw. Kantor und ein weiteres Gemeindemitglied wechseln sich beim Vorlesen daraus ab. Der Kantor wendet sich im Sinne der Gemeinde an Gott. Das „Schma Israel“ ist neben dem Glaubensbekenntnis das wichtigste Gebet im täglichen Gottesdienst.